Burgerfamilien

Die nachfolgenden Familienwappen wurden durch Herrn Berchtold Weber, Referent für Heraldik der Burgergemeinde Bern, geprüft und zur weiteren Verwendung vorgeschlagen.

 
Gygi

In Rot eine goldene Geige, oben beseitet von zwei silbernen Sternen.

Zur Zeit der französischen Besetzung der Schweiz hat der Agent Bendicht Gygi von Kappelen das Wappen in der vorliegenden Form verwendet. Es findet sich auf einer Akte des Distriktstatthalters Probst, Ins, vom 12. April 1798. Mit der Geige als Berufswerkzeug des Gygi, des Geigers, ist es mittelbar redend.

 
 Hemund

Geteilt von Blau mit einer schreitenden silbernen Hindin und fünfmal halbgespalten von Silber und Rot.

 
Das Staatsarchiv hat der Familie 1926 dieses Wappen vorgeschlagen.

   
 Jenni

In Blau ein silberner Stern über einem steigenden silbernen Mond.

Das Wappen lehnt sich an jenes an, das Peter Jenni auf dem Dreili (Gemeinde Homberg BE) 1768 auf einer Schliffscheibe darstellen liess. Brisüre (Wappenänderung): Feld blau statt rot, beide Bilder silbern statt golden. Entwurf: Wolfgang Liebich, Glasmalerei, Einsiedeln, 1991.

 
Kreuz

In Blau eine eingebogene goldene Spitze, begleitet von zwei goldenen Sternen und belegt mit einem roten Kreuz über einem roten Dreiberg.

 
Die Herkunft des Wappens ist ungeklärt, mit dem roten Kreuz ist es jedoch redend.

   
 Möri

In Blau ein goldener Flachsparren, belegt mit einem Mohrenkopf.

 
Das Wappen lehnt sich an das 1580 erstmals bezeugte der patrizischen Berner Familie v. Morlot an, das in Blau einen mit einem Mohrenkopf belegten goldenen Wellenbalken zeigt. Wenn der Name Möri auf das Wort Mohr zurückgeführt wird, ist das Wappen redend. Entwurf: Berchtold Weber, Bern.

   
 Ramser

Geteilt von Silber und Blau, überdeckt mit einer Majuskel R in gewechselten Far-ben.

 
Das vom Staatsarchiv 1911 der Familie vorgeschlagene Wappen folgt dem Vorbild italienischer Buchstabenwappen. Es zeigt die Initiale des Namens.

   
Schaller

In Blau ein aufgerichteter goldener Löwe, in den Oberecken begleitet von einem steigenden silbernen Mond und von einem silbernen Zinnenturm

 
Das Wappen lehnt sich an jenes an, das Hans Schaller, Gerichtsstatthalter in Diesbach bei Büren am 9. September 1815 verwendet hat. Dessen Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet In Blau ein silberner Zinnenturm, überdeckt von einem schreitenden goldenen Löwen, im linken Obereck begleitet von einem gebildeten silbernen Mond. Die hier verwendete Form des Wappens ist im Almanach du Montagnard, La Chaux-de-Fonds, 1934 publiziert worden.

   
Schott

In Blau ein goldener Balken, begleitet von drei goldenen Schellen (2,1)

 
Die Herkunft des Wappens ist ungeklärt.